Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege

Oberösterreich

VORTRAG

Di, 27. September 2022, 19.30 Uhr
Weyregg2020 02 Foto ARoeblim Amaliahaus – Pfarr- und Gemeindezentrum Weyregg am Attersee

Eine Luxusvilla in Weyregg und ein Gutshof in Königswiesen –
neue Forschungen zur Römerzeit im Attergau

Stefan Traxler (OÖLKG), Felix Lang (Universität Salzburg)

Die Lage der römischen Luxusvilla in Weyregg ist schon seit mehr als 250 Jahren bekannt, der römische Gutshof von Königswiesen hingegen erst seit wenigen Jahren. Die vom Heimatverein Attergau und dem OÖ. Landesmuseum initiierten und von ZAMG Archeo Prospections 2015–2017 durchgeführten geophysikalischen Prospektionen haben großartige neue Daten und Pläne zu beiden Anlagen geliefert.

Ausgrabungen beim neuen Pfarr- und Gemeindezentrum (2017/18) sowie bei einem privaten Bauprojekt in Weyregg (2020) haben weitere wichtige Erkenntnisse gebracht. Der 2020 freigelegte Mosaikboden hat zu einem breiten medialen Echo geführt.

Der Gutshof von Königswiesen wurde in den Jahren 2020 und 2021 im Zuge von jeweils vierwöchigen Kampagnen in Ausschnitten untersucht. Auch hier führten die Ausgrabungen sowohl zu neuen Ergebnissen als auch zu neuen Fragen. In Königswiesen wurden etliche Funde geborgen, die Aufschlüsse zur Datierung des Gehöfts liefern – solche Funde fehlen in Weyregg erstaunlicherweise weitgehend.

Diese Ausgrabungen wurden als Kooperationsprojekte zwischen der OÖ Landes-Kultur GmbH und der Universität Salzburg durchgeführt. In Königswiesen war außerdem der Heimatverein Attergau intensiv miteingebunden. Besonderer Dank gilt all jenen, die diese Projekte ermöglicht und unterstützt haben, allen voran den Grundeigentümer*innen.

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Abbildungen

1) Freilegung eines Mosaikbodens in Weyregg im Jahr 2020 (Foto: A. Röbl)

2) Freilegung eines Mosaikbodens in Weyregg im Jahr 2020  (Foto: OÖLKG)

3) Ausgrabung Königswiesen / St. Georgen im Attergau 2020 (Foto: OÖLKG) 

Museumverein Enns ist das "Gedächtnis der Stadt"

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Bericht über die Museumverein Lauriacum-Enns-Versammlung:
 
Stolze Erfolgsbilanz und 66 neue Mitglieder
 
Ganz im Zeichen einer bemerkenswerten Erfolgsbilanz stand die jüngste Vollversammlung des Museumvereins Lauriacum-Enns. „Die vielfältigen Anstrengungen des Vereines zur Erhaltung und Vermittlung des kulturellen Erbes von Enns und der Region tragen wesentlich zur Stabilität der Gesellschaft in unruhigen Zeiten bei, wofür dem Verein Dank und Anerkennung auszusprechen sei", sagte Mag. Ing Petra Weiss, als Leiterin des Bundesdenkmalamtes für OÖ. in ihrer Grußansprache.

Bgm Christian Deleja-Hotko hob die Kooperation von Stadt und Museumverein bei der Gestaltung des neuen Lapidariums neben der Verabschiedungshalle und der Erweiterung des Stadtgeschichte-Museums im Schloss Ennsegg hervor: „Wir werden den Eröffnungstermin im April 2023 einhalten." Die Gemeinde hat auch neue Depoträume bereitgestellt, denn Ennser Kulturgut soll in Enns erhalten bleiben. 

Obmann Gottfried Kneifel berichtete über die abgeschlossene Restaurierung des Enghagener Kreuzes, der Zunftfahnen der Ennser Maurer, Zimmerer, Weber und Fleischer in Zusammenarbeit mit dem Institut für textile Restaurierung der Universität Wien.

Die Sondersusstellung ENNSBRÜCKE1945 ist noch bis 5. November im Museum am Hauptplatz 19 zu besuchen. Dazu hat der Verein eine Buch-Dokumentation veröffentlicht, die im Museum-Shop erhältlich ist. 

Die Vereinsbibliothek wurde neu geordnet, die Mitteilungen als Jahresbericht herausgegeben und mehrmals der Museumskurier als Mitglieder-Information versendet.

Erfreulich ist auch der Mitgliederstand von 454 Personen. 66 davon sind  seit drei Jahren neu beigetreten. Die Finanzen sind geordnet. Mehrere Mitglieder wurden für ihre langjährige Treue zum Verein geehrt. Frau Margareta Zittmayr aus Ennsdorf ist 65 Jahre Mitglied des Museumvereines. Sie wurde mit einer Ehrenurkunde und einer Druckgrafik der ältesten Ansicht von Enns ausgezeichnet. 

Architekt Dr Roland Forster präsentierte die kürzlich erschienene, 50 Seiten umfassende Publikation „Rundgang durch das Lapidarium in Enns-Lorch." Er wird dazu auch eine Sonderführung am TAG DES DENKMALS, am Sonntag, 25.9.2022 (Treffpunkt 14.00 Uhr, Lauriacum-Straße 3) abhalten. Der Museumverein ladet dazu herzlich ein. Für alle Teilnehmer gibt es die  neue Bild-Broschüre gratis dazu. 

Prof. Gottfried Kneifel, Obmann
Museumverein Lauriacum-Enns

Mitteilungsblatt 2 / 2021 online!

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Mit der nunmehr auch digital für Sie bereitgestellten zweiten Ausgabe des letztjährigen GLD-Mitteilungsblattes können Sie ab sofort noch einmal einen Blick in den Herbst des Jahres 2021 sowie die folgenden Inhalte werfen:

- Buchpatenschaft der GLD - Buch über die Ureinwohner Amerikas restauriert (Dr. Friedrich Buchmayr)

- Beobachtungen - Fortführung des Schönen (Arch. DI Wolfgang Schaffer)

- Das neue UNESCO Welterbe „Grenzen des Römischen Reiches – Donaulimes“ und die Welterbezonen in Oberösterreich (Dr. René Ployer, Dr. Stefan Traxler)

- Arbeit - Wohlstand - Macht (Dr.in Herta Neiß)

 Mit einem Klick auf das Heft-Cover öffnen Sie die Online-Version des Mitteilungsheftes 2 / 2021. Alle vorhergehenden Nummern der Zeitschrift finden Sie gesammelt am Seitenende der Rubrik "Publikationen".

Die GLD wünscht Ihnen eine angenehme Lektüre!

Tag des Denkmals 2022

So, 25. September 2022

Denkmal voraus: Denkmalschutz = Klimaschutz

 

Bundesdenkmalamt Logo cmyk

 

Der Tag des Denkmals am Sonntag, den 25. September 2022 zeigt, dass sich Denkmalschutz und Klimaschutz hervorragend ergänzen und präsentiert in ganz Österreich Denkmale, deren Eigentümer:innen beispielhaft voraus denken.

Für Denkmalschutz und Denkmalpflege ging es schon immer um Nachhaltigkeit: Die dauerhafte Erhaltung und Pflege von bedeutenden Bestandsbauten mit traditionellen, natürlichen und damit nachhaltigen Baumaterialien ist eine Kernaufgabe des Bundesdenkmalamtes.

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Dazu kommt, dass viele historische Gebäude in ihrer Ökobilanz Neubauten gleichstehen, insbesondere wenn sie aus traditionellen Baustoffen errichtet wurden. Historische Bauten sind auch ein wesentlicher Beitrag zur Förderung des traditionellen Handwerks. Die Erhaltung, Nutzung und Bewirtschaftung von Denkmalen sind ökologisch und ressourcenschonend. Durch die stete Nutzung historischer, bestehender Bauten wird die Neuproduktion von Baustoffen und Bauschutt vermieden und der Versiegelung wertvoller Flächen Einhalt geboten.

Weiterlesen: Tag des Denkmals 2022

VORTRAG

Do, 22. September 2022, 19.00 Uhr im Ratssaal,
Museum Lauriacum Enns

Eine taberna an der Nordumfahrung von Lauriacum.
Ausgrabungen am Gelände der Fa. Büsscher & Hoffmann 2018 und 2022

Felix Lang (Universität Salzburg), Stefan Traxler (OÖLKG)

In der Zivilsiedlung, die um das Legionslager von Lauriacum/Enns entstand, herrschte reges Treiben. Das gilt auch für den Bereich entlang der „ersten Nordumfahrung von Enns“. Diese wichtige Verkehrsverbindung führte durch das Areal der Firma Büsscher & Hoffmann. Sie war durch eine Stichstraße aus dem linken Lagertor (porta principalis sinistra) mit dem Lager verbunden und erschloss die stark wirtschaftlich geprägten römischen Siedlungsbereiche im Norden von Lauriacum. Im Südwesten mündete sie in die sog. Limesstraße.

Die geplante Standortentwicklung von Büsscher & Hoffmann ermöglichte im Jahr 2015 die archäologische Untersuchung eines großen Ausschnittes dieses römischen Siedlungsareals. Dabei wurden Gebäude des 3. bis 4. nachchristlichen Jahrhunderts von der Grabungsfirma ARDIG freigelegt. 2018 und 2022 wurden weitere Flächen durch Grabungsteams der OÖ Landes-Kultur GmbH und der Universität Salzburg untersucht. Dabei wurden die Reste von zwei Steingebäuden und zumindest einem Holz- bzw. Fachwerkbau ausgegraben, die sowohl für Wohn- als auch für Wirtschaftszwecke genutzt worden waren. Neben den aktuellsten Erkenntnissen zum Leben an der Nordumfahrung von Lauriacum werden auch ausgewählte Funde präsentiert.  

Lauriacum Enns Nordumfahrung2022 Ausgrabung OOeLKG

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