Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege

Oberösterreich

Band 165 des Jahrbuchs ist da!

cover JB hardcoverHeuer ist der 165. Band unseres traditionsreichen Mediums erschienen, das – wie wir meinen – nichts an seiner Relevanz eingebüßt hat, im Gegenteil: Als eine der wenigen verbliebenen landeskundlichen Publikationen in unserem Bundesland stellt es ein entscheidendes Veröffentlichungsorgan für die Ergebnisse wissenschaftlicher Beschäftigung mit landeskundlichen Fragen dar, das sowohl regional als auch international Beachtung erfährt.

Als Mitglied der GLD unterstützen Sie aktiv die landeskundliche Forschung ebenso wie denkmalpflegerische Initiativen mit dem Ziel der Erhaltung des kulturellen Erbes. Es ist eine der Kernaufgaben unseres Vereins, die wissenschaftliche Erfassung, Dokumentation und Aufarbeitung dieses materiellen und immateriellen Erbes zu fördern und zu stärken, und die Ergebnisse in der Folge einem möglichst breiten Publikum näherzubringen.

Wir danken den Autorinnen und Autoren für Ihre Bereitschaft, Artikel einzubringen und so ihre Forschungsergebnisse mit allen Interessierten zu teilen! Auch im heurigen Band ist es uns gelungen, hochkarätige Beiträge landeskundlicher Forschung von der Römerzeit bis in das 20. Jahrhundert in diesem Buch zu versammeln. Sie repräsentieren die unterschiedlichsten Fachrichtungen und zeigen deutlich die große thematische und methodische Bandbreite, die für eine umfassende Erforschung der Geschichte unseres Bundeslandes unerlässlich ist. Den chronologischen Beginn macht eine Untersuchung antiker Waagen, in welcher einmal mehr der Mehrwert einer engen Zusammenarbeit von Kultur- und Naturwissenschaft deutlich wird.

Mehrere Beiträge beschäftigen sich mit genealogischen, siedlungshistorischen und kirchengeschichtlichen Aspekten des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Neben Fragen der Glaubenspraxis werden auch denkmalpflegerische Fragen aufgeworfen. Ein Beitrag macht die enge Verknüpfung der Schul- und Musikgeschichte im 19. Jahrhundert deutlich. Zwei historische Studien zeigen das Potential historisch-demografischer bzw. sozialgeschichtlicher Fragestellungen auf. Es freut uns besonders, dass es sich hier um die Ergebnisse zweier Abschlussarbeiten handelt, die nun erstmals publiziert werden. Die letzte Gruppe von Beiträgen widmet sich dem 20. Jahrhundert: Neben kunsthistorischen und volkskundlichen Betrachtungen steht auch die Dokumentation des schwierigen Werdegangs einer Wissenschaftlerin mit jüdischen Wurzeln im Fokus.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre! – Das Redaktionsteam 
(Dr. Walter Aspernig, Dr. Georg Heilingsetzer, Dr. Bernhard Prokisch, Dr.in Christina Schmid)

Jahrbuch der Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege Oberösterreich 
Jg. 165, Linz 2020, hart gebunden, durchgängig farbige Abbildungen
Format 24,5x17 cm, 628 Seiten, ISSN-Nr. 1993-7806, Preis € 27.-

Sie haben noch kein Exemplar, oder wollen auch Ihren Lieben, Freunden und Bekannten das Jahrbuch als vorweihnachtlichen Lektüre-Gruß zukommen lassen? - Dann geben Sie uns doch bitte gleich Bescheid:

Gesellschaft für Landeskunde und Denkmalpflege Oberösterreich
Haus der Volkskultur
Promenade 33, 4020 Linz

Tel.: 0732 / 77 02 18
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Band 13 des Urkundenbuchs erschienen!

Urkundenbuch des Landes ob der Enns Bd. 13 (Wels II)urkundenbuch land enns 13

Im Jahre 2012 erschienen nach mehrjährigen Vorbereitungen als erster Band der Fortsetzung des Urkundenbuchs des Landes ob der Enns (als 12. Band der Gesamtreihe) die von Dr. Walter Aspernig bearbeiteten „Urkunden und Regesten aus den Welser Archiven 1400-1450“. Nachdem es notwendig geworden ist, den als 14. Bd. des OÖ. Urkundenbuchs vorgesehenen ersten Teilband des ehemaligen Hoheneckischen Archivs in Schlüßlberg „jubiläumshalber“ vorzuziehen und 2017 erscheinen zu lassen, wurden jetzt die Welser Regesten mit diesem 2. Band (zugleich 13. Band der Gesamtreihe) für die Zeit von 1451-1500 mit 492 Nummern fortgesetzt. Darin sind alle in Wels (Stadtarchiv, Stadtpfarrarchiv und Vorstadtpfarrarchiv Pernau) vorhandenen Originalurkunden, kopialen Überlieferungen und „Betbriefe“ enthalten. Letztere bilden im Stadtarchiv Wels einen in dieser Geschlossenheit wohl einmaligen Bestand von fast 3800 Originalen aus dem Zeitraum von 1406 bis 1660. Nur die städtischen Rechnungen, urbarialen Aufzeichnungen und Inschriften wurden eigenen Publikationen vorbehalten.

Weiterlesen: Band 13 des Urkundenbuchs erschienen!

Der Altar des Meisters von Mondsee

Falls Sie am 19. November 2020 nicht via Stream live mit dabei sein konnten, können Sie den Festvortrag über folgenden Link noch einmal als Video abspielen: https://www.youtube.com/watch?v=B7iMszIBD0o

Da wir pandemiebedingt nicht persönlich im Rahmen einer Generalversammlung zusammenkommen konnten, ging die GLD 2020 neue Wege und lud dazu ein, in digitaler Form live am Festvortrag 2020 teilzunehmen! Möglich machte dies das Ars Electronica Center mit dem Format „Deep Space Live“. Im Rahmen einer unterhaltsamen Doppel-Conférence und inmitten beeindruckender Bildwelten nahmen Hon.-Prof. HR Dr. Georg Heilingsetzer und Dr. Lothar Schultes die Zuseher mit auf eine kunsthistorische Spurensuche zum Altar des Meisters von Mondsee.

mondseealtar

Dr. Georg Heilingsetzer stellt das Kloster Mondsee als intellektuelles Zentrum am Ende des 15. Jhdts. dar, das auf Grundlage der „Melker Reform“ wirtschaftlich florierte. Eine rege Bautätigkeit setzte ein, zahlreiche Künstler siedelten sich in Mondsee an. Abt Benedikt Eck beauftragte nicht nur Michael Pacher mit der Anfertigung des Hochaltars in St. Wolfgang, sondern wohl auch den anonym gebliebenen „Meister von Mondsee“ mit einem Altar in der Stiftskirche. Obwohl sich die Einzelstücke des Altars nach Aufhebung des Klosters 1791 in alle Winde zerstreuten, blieben wesentliche Teile erhalten. Heuer zeigte das Belvedere eine Ausstellung über den Meister von Mondsee, bei der erstmals alle erhaltenen Tafelbilder wieder vereint wurden. Im Rahmen vorbereitender Forschungen gelang es, die kunstgeschichtliche Stellung dieses Meisters neu zu bewerten und dargestellte Inhalte neu zu deuten. Überraschendstes Ergebnis war die Entdeckung der unter der Malschicht liegenden Unterzeichnungen, in denen sich der Maler als einer der größten Zeichner der Spätgotik erwies. Diese neuen Entdeckungen wird Dr. Lothar Schultes mit eindrucksvollen hoch aufgelösten Fotos der Tafeln und ihrer Unterzeichnungen bildgewaltig vorstellen.

Weiterlesen: Der Altar des Meisters von Mondsee

Veranstaltungsabsage!

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen müssen wir den Vortrag von Dr. Stefan Traxler, "Am Beginn der archäologischen Forschung Oberösterreichs. Die Ausgrabungs-Gesellschaft von Schlögen und der löbliche Museums-Verein zu Linz", der für den 22. Oktober im Barocksaal des Schlossmuseums angesetzt war, leider absagen. Wir bitten um Ihr Verständnis und bemühen uns um einen Ersatztermin im Jahr 2021. 

Am Beginn der archäologischen Forschung Oberösterreichs. 
Die Ausgrabungs-Gesellschaft von Schlögen und der löbliche Museums-Verein zu Linz

Vortrag Schloegen 1838 OOeLAIm Jahr 1838 schlägt die Geburtsstunde der archäologischen Forschung in Oberösterreich. Im Jahr davor war in Schlögen eine 294 n. Chr. geprägte Goldmünze des Kaisers Diocletianus gefunden worden, welche die Neugier einiger historisch interessierter Persönlichkeiten der Gegend weckte. Die daraufhin gegründete ‚Ausgrabungs-Gesellschaft von Schlögen‘ grub zwischen 1838 und 1841 in mehreren Kampagnen sowohl im Bereich des römischen Kleinkastells, als auch in der dazugehörigen zivilen Siedlung. Dabei wurde u.a. das ‚Römerbad‘ von Schlögen, das seit 2018 in einem Schutzbau besichtigt werden kann, erstmals zu einem großen Teil freigelegt. Der lange verloren geglaubte Schriftverkehr zu diesen frühen Forschungen konnte im Archiv des OÖ. Musealvereines, das heute im Landesarchiv verwahrt wird, ausgehoben werden. Außerdem sind neben teilweise bislang unpublizierten Zeichnungen im OÖ. Landesmuseum weitere in diesen Akten aufgetaucht.

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